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Versuche oder Taten u.a. Motivationsbeiträge
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:40 Antworten mit Zitat
biko
Gast




Hei,

da hier einige Nichtraucher unterwegs sind oder welche die sich mit dem Thema beschäftigen Cool , habe ich vor einige der guten und wichtigen Beiträge die Wolfgang geschrieben hat, von Nr.de hier einzustellen, denn das Copyright liegt schliesslich bei ihm, nicht?

Liebe Grüsse
Marion

Versuche oder Taten ?

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Hallo zusammen,

in letzter Zeit lese ich immer gehäufter „Ich werde versuchen aufzuhören“ anstelle „Ich will aufhören“.
Selbst schuld, jetzt kommt meine Abhandlung darüber :

Als kurze Erklärung über mein Anliegen möchte ich einen Vergleich heranziehen:
Der Versuch bezeichnet im Strafrecht die nicht vollendete Tat !!!
Das Ergebnis eines Versuchs ist der nicht eingetretene Erfolg der Tat. Der Täter will zum Beispiel sein Opfer töten, verletzt es aber nur.

Versuch ist also sozusagen ein Synonym für Scheitern !

Als werdende NichtraucherInnen wollen wir aber Ergebnisse haben, denn wir wollen nicht mehr rauchen. Also sind Versuche hier nicht angebracht – es muss Überzeugung da sein, um die „Tat“ erfolgreich auszuführen.

Kein Mensch versucht die Liebe seines Lebens zu heiraten, wenn sich die Chance bietet, dann macht man/frau es ! Und normalerweise sollte diese Entscheidung dann auch stehen, d.h. beim Nichtmehrrauchen dürfte es auch keinen Rückfall geben…

Ausnahmen bestätigen die Regel: Unvorhergesehen Ereignisse werfen manch einen Menschen schnell aus der Bahn und der Griff zur Zigarette ist sofort wieder da. Dies sind aber Ausnahmen, die eigentlich gar nicht passieren sollten.
Normalerweise muss gesagt werden: Es gibt keinen vernünftigen Grund auf dieser Welt, um wieder mit dem Rauchen anzufangen, wenn man/frau den Absprung einmal geschafft hat.

Eines sollte uns doch allen klar sein: Wir kämpfen gegen eine hinterhältige, gefährliche und tödliche Sucht an. Ich will damit sagen, wir spielen hier leider kein Spiel sondern es ist bitterer Ernst !
Dieses ernste Spiel kann aber selbstverständlich mit Spiel & Spass, Witz und Ungezwungenheit gespielt werden, der Ernst der Sache sollte aber nie in den Hintergrund rutschen.

Ich helfe rückfälligen Menschen sehr gerne, nur sollte dieser Rückfall auch unter obige „Ausnahmeregelung“ fallen.
Ich appeliere hier nochmals an den gesunden Menschenverstand: Jede(r) der/die sich hier angemeldet hat verfolgt ein Ziel: Nämlich das Nichtmehrrauchen !
Soweit, so gut. Hier in diesem magischen Forum wird eine unglaubliche Hilfestellung geboten, hier herrscht ein Zusammenhalt -wie in keinem anderen Forum das ich kenne- und eine Anteilnahme, wie sie selten zu finden sind.
„Ausrutscher“ gehören leider nun mal zum „Geschäft“, alles andere wäre zu schön um wahr zu sein.
Aber nehmt diese „Ausrutscher“ nicht auf die leichte Schulter, dazu ist die Sache viel zu ernst.

Bei einem Ausrutscher sollten sämtliche Alarmglocken bei der betroffenen Person läuten:
Diese gefährliche Sucht hat es geschafft und einen Rückfall erreicht. Wir sind aber keine Marionetten, wir sind Menschen. Laut Artikel 2 des Grundgesetzbuches ist die Freiheit des Menschen unverletzlich.
Die Tabakindustrie macht uns aber sehr wohl verletzlich ! Sie macht uns zu Sklaven ihrer Produkte.

Also, Leute: BITTE, lasst die Versuche sein und lasst Taten sehen. Missglückte Versuche machen uns das Leben schwer, geschaffte Ziele lassen unser Selbstbewusstsein wachsen.

Ich wollte mit diesem Beitrag einfach nur mal wieder ein wenig wachrütteln, denn es ist nicht unbedingt ein leichter Kampf gegen diese Sucht, aber ein Sieg ist nicht ausgeschlossen und liegt sogar näher als wir alle denken.

Unser Suchtgedächtnis hat Angst vor Taten und lacht sich ins Fäustchen über halbherzige Versuche.

Ein jeder Rückfall tut mir weh, eine steigende grüne Zahl erfüllt auch mich mit Freude. Je mehr Leute diese Sucht besiegen umso glücklicher bin ich…also lasst uns gemeinsam diesen Kampf aufnehmen und nicht nachgeben.
Unser Körper hat etwas besseres verdient als eine Vergiftung auf Raten…

LG
Wolfgang


Zuletzt bearbeitet von biko am 21 Jul 2009 22:38, insgesamt 2-mal bearbeitet
Liebesbrief an eine(n) RaucherIn
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:47 Antworten mit Zitat
biko
Gast




Liebesbrief an eine(n) RaucherIn

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Liebster Schatz,

zuallererst einmal möchte ich dir sagen, dass ich dich liebe.
Dennoch möchte ich dir einmal aus meiner Sicht schildern, wie ich das Zusammensein mit dir empfinde.
Ich würde dich gerne so riechen, wie du wirklich riechst, denn du duftest frisch wie unberührter Schnee, wie ein erblühender Mandelbaum– aber nur, wenn du nicht rauchst.
Ich würde dich so gerne küssen, denn deine Küsse schmecken wie eine Mischung aus Sehnsucht, Himmel und Glück – aber nur, wenn du nicht rauchst.
Ich liebe deine Haare, die das Gefühl nach Wind, Freiheit und auch Geborgenheit in mir erwecken – aber nur, wenn du nicht rauchst.
Ich liebe deine Berührungen, die voller Liebe, Zärtlichkeit und Sinn sind – aber nur, wenn du nicht rauchst.
Ich spüre gerne deine Haut, samtweich und glatt, voller Leben – aber nur, wenn du nicht rauchst.
Wenn du rauchst, ist alles nur halb so schön, wie es sein könnte. Ich stelle dich nicht vor die Entscheidung: Zigarette oder ich! Ich weiß, dass ich nicht gewinnen würde, deswegen lebe ich mit meinem Feind, nur um dich nicht zu verlieren. Aber es ist nicht einfach, zu dritt das Leben zu verbringen. Die Zigarette nimmt mir deinen Geruch, den ich gerne für mich hätte. Jeden Abend, wenn du nach Hause kommst, rieche ich, dass die Zigarette dich den Tag begleitet hat und sie kommt mit in die Wohnung, sie bleibt nicht draußen. Wir sind nicht alleine… die Zigarette ist immer dabei und sei es auch nur in deinen Gedanken.
Es ist manchmal schwer, dich zu lieben, weil ich weiß, dass es noch etwas anderes in deinem Leben gibt, das eine sehr große Bedeutung für dich hat. Doch ich werde nicht klein beigeben, ich möchte nicht gehen und dich mit der Zigarette alleine lassen, denn sie kann dir keine Liebe geben…
Liebster Schatz, ich liebe dich… auch wenn du rauchst. Aber bedenke, wie viel größer meine Liebe zu dir wäre, könnte ich dich alleine für mich haben. Du denkst, das klingt egoistisch? Dich zu riechen, zu spüren und zu küssen, ohne dass die Zigarette dabei ist, nenne ich gesunden Egoismus, von dem auch du profitieren würdest.
Überlege einfach… und entscheide, ob du mich glücklich machen willst.
Manchmal träume ich, die Sehnsucht, der Himmel, das Glück, der Wind, die Freiheit , die Geborgenheit, die Liebe, die Zärtlichkeit und der Sinn wären unser, ohne dass ein Nebel sie überdeckt…
Ich denke, manchmal ist es für mich schwerer, die Zigarette an deiner Seite zu ertragen, als es für dich wäre, ihr zu entsagen.
Ich verspreche dir: Ich werde dich immer lieben… nur du entscheidest, in welcher Intensität ich die deine empfangen darf.

Dein(e) ......


Dies ist ein erfundener Brief und soll nur zur Motivation dienen.
C2009 kingtheoden
Der Schrei nach Freiheit (Teil 1)
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:50 Antworten mit Zitat
biko
Gast




Der Schrei nach Freiheit (Teil 1)

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1. Teil: „Vor dem Startdatum“

„Wann hörst Du denn endlich auf mit dem Mist?“, höre ich noch die Stimme meiner Mutter.
„Für Zigaretten hast Du aber Geld“, bekam ich zur Antwort, wenn ich über meine finanzielle Situation jammerte.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich damals in der Kneipe gegenüber Nichtrauchern dumme Sprüche losließ wie: „Rauchen macht schön und attraktiv.“

Auf die Frage, was ich machen würde, wenn es zu einem Rauchverbot käme, antwortete ich mit einem gereizten Unterton in der Stimme: „Dann gehe ich einfach nicht mehr aus.“

Jeden Morgen hatte ich Husten, aber "es war ja kein Raucherhusten", sagte die Sucht.
Jeden Morgen und auch abends hatte ich einen leichten Druck im Brustkorb, aber das lag nicht an den Zigaretten.
Nach einem Flug über fünf Stunden rauchte ich in einer Ecke im Nichtraucherbereich, ohne Rücksicht auf andere Menschen.
Der Gedanke ans Aufhören kam natürlich immer wieder, aber ich fand keine echten Gründe, die mich überzeugten, warum ich denn dieses „einzige Laster“ aufgeben sollte. Ich hatte ja sonst keine Laster.

Ich war doch so schön eingekuschelt im Nest meiner Sucht, wieso sollte ich dieses imaginäre Zuhause verlassen. Zigaretten waren ja das einzige, auf das ich mich wirklich verlassen konnte.
Sie waren immer zur Stelle: Bei Streit, bei Glück, bei Problemen, bei Einsamkeit, bei Unsicherheit – Tröster und Mutmacher in allen Lebenslagen.

Ich war der festen Überzeugung, dass ich gerne rauchte, dass mir rauchen Spaß machte.
Angst bezüglich Krankheiten? Klar kamen die hin und wieder mal auf, aber ich rauchte sie weg, wie viele Probleme.
MIR würde das schon nicht passieren! Ich rauche auch nicht so viel wie andere, bei meinem Konsum können die Risiken gar nicht so schlimm sein! Blablabla…

Ich verteidigte meine Sucht wie ein in die enge getriebenes Raubtier, verlangte in indischen Lokalen, in denen das Rauchen nicht so gerne gesehen war, Aschenbecher und qualmte als einziger Gast munter vor mich hin.
Den hin und wieder aufkommenden Gedanken ans Aufhören erstickte ich in Rauchwolken und redete mir selbst ein, dass ich es ja eh nicht schaffen würde. Ich dachte an meinen ersten und einzigen erfolglosen Versuch vor Jahren zurück, an dem ich gerade mal drei oder vier Tage nicht rauchte und wieder rückfällig wurde. Erst mit zwei Zigaretten am Tag, dann fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig…
Ich war ein hoffnungsloser Fall, ein Härtefall, die Ausnahme… Mir war nicht zu helfen.

Bis ich eines Tages via Google auf die Seite Nichtraucher,de stieß (was wohl zeigt, dass mein Gehirn den Aufhörgedanken nie verloren hatte) und mich stundenlang durch die Beiträge las, mich über die lustigen, hüpfenden Smilies bei den Gratulationen amüsierte, mir über die schreckliche Tragweite dieser Sucht bewusst wurde.
An jenem Abend, den 08.06.2006, um 23.30 rauchte ich meine letzte Zigarette, obwohl ich noch 3 Stangen Vorrat in der Wohnung hatte. Tief in mir schrie mein Körper nach Freiheit und an diesem denkwürdigen Abend folgte ich dem Schrei…

Fortsetzung unter „Nach dem Startdatum“ hier klicken ---> Der Schrei nach Freiheit (Teil 2)
Der Schrei nach Freiheit (Teil 2)
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:50 Antworten mit Zitat
biko
Gast




Der Schrei nach Freiheit (Teil 2)

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2. Teil: „Nach dem Startdatum“ (1. Teil hier ---> Der Schrei nach Freiheit (Teil 1) )

Der Morgen danach.
Euphorie und Angst mischten sich und saßen mir im Nacken bei meiner ersten Tasse Kaffee.
Ich bin mir sicher, dass ich an diesem ersten Tag so oft an eine Zigarette dachte, wie ich sie in einem Monat geraucht hatte. Meine Gedanken drehten sich permanent um diese Dinger, meine Angst, zu versagen, wurde mit jeder Stunde, ja jeder Minute, größer und größer.
Aber ich wollte es mir beweisen, mir und meinen Mitmenschen. Ich wurde Spammer und verschickte Emails an alle möglichen Leute, die ich kannte. Ich hatte das Bedürfnis, mich allen mitzuteilen, welch großes Projekt ich in Angriff nahm.

Nach dem ersten Tag war ich stolz und voller Euphorie, am zweiten und dritten Tag sah die Sache aber plötzlich ganz anders aus: Ich suchte mir alle möglichen Gründe zusammen, um wieder rauchen zu können:
Wenn der Kunde diese Reise nicht bei mir bucht, dann rauche ich eine. Dann bin aber nicht ich schuld, sondern der „böse, böse“ Kunde. Ich sollte um 19 Uhr abgeholt werden und stehe seit zwanzig Minuten im Regen. Wenn ich jetzt rauche, bin nicht ich schuld, sondern derjenige, der mich hat warten lassen. Ja, ja, die Sucht findet Wege, uns zu beeinflussen.
Und so weiter und so fort… als ich mir dieser Gedanken bewusst wurde, musste ich sogar darüber lachen. Mir wurde bewusster denn je, dass ich von einer Sucht beherrscht wurde, die mich wie ein Parasit benutzte.

War ich zuerst anfällig für einen Rückfall, wurde ich plötzlich wütend und in meinem Projekt bestärkt: Ja, ich machte das Richtige, ich durchbrach einen Teufelskreis, der gefährlich für mich war.
Ich belohnte mich, in dem ich mir von dem gesparten Geld Bücher in Massen kaufte, CDs, DVDs… ich konnte mir endlich einmal Dinge kaufen, für die ich früher kein Geld hatte.
In der ersten Zeit beobachtete ich die Raucher um mich herum mit Adleraugen. Plötzlich taten sie mir leid und ich beneidete sich nicht mehr um ihre Zigaretten.
Urplötzlich begannen dann die Schlafstörungen: Wenn ich zwei Stunden pro Nacht schlief, war das viel. Durchgeschwitzt lag ich mit Herzklopfen im Bett, mein Rücken fing an zu jucken. Tagsüber bekam ich wie aus heiterem Himmel Schwindelgefühle.

Obwohl ich besser riechen konnte, bildete ich mir ein, dass Nichtrauchen plötzlich Nachteile hätte. Ich bekam plötzlich schwer Luft, der Druck im Brustkorb war wieder da und ich hustete auf einmal mehr denn je.
Im Forum fand ich dann aber heraus, dass ich mit diesen Problemen nicht alleine war. Die Angst verging und ich entwickelte eine Sturheit, wie ich sie an mir noch nicht gekannt hatte.

Ich wollte Nichtraucher werden, egal wie… Ich würde dieses Projekt durchziehen, egal, welche Probleme ich momentan hatte. Alles würde vergehen, alles würde wieder gut werden. Ich musste da durch… und ich kam da durch. Nach einer relativ kurzen Zeit von zwei oder drei Wochen konnte ich wieder schlafen, konnte besser atmen, roch besser, schmeckte besser… es war wie ein Wunder. Ich konnte es kaum fassen, aber es war tatsächlich so.
Ich feierte 100 Tage, 150 Tage, 200 Tage ohne Rauch. Ich wurde immer gefestigter, immer überzeugter… und immer sturer. Mein Körper hatte damals nach Freiheit geschrieen, nun war ich endlich frei: Frei von Gift, von Beschaffungszwang… ich gehörte nicht mehr einer Minderheit (Raucher), sondern der Mehrheit (Nichtraucher) an.

Fortsetzung unter „Nach dem 1. Monat – Erfahrungsaustausch“ hier ---> Der Schrei nach Freiheit (Teil 3)
Der Schrei nach Freiheit (Teil 3)
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:51 Antworten mit Zitat
biko
Gast




Der Schrei nach Freiheit (Teil 3)

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3. Teil: „Das erste Jahr und was danach kam…“ (1. Teil hier ---> Der Schrei nach Freiheit (Teil 1) , 2.Teil hier ---> Der Schrei nach Freiheit (Teil 2) )

Ich war offizieller Nichtraucher, 365 Tage ohne Gift. Ich war stolz, stolz, stolz.
Mein damals verqualmtes Gehirn hatte mittlerweile auch entdeckt, dass es selbständig denken konnte, ohne sich durch ein andockendes Gift verwirren zu lassen.
Ich nahm plötzlich Dinge in Angriff, von denen ich mein ganzes bisheriges Leben geträumt hatte. Ich erfüllte mir Wünsche von dem gesparten Geld, ich änderte meine Arbeitssituation. Ich sprach mit meinem Mann über Probleme, die ich über Jahre hinweg nicht angesprochen hatte. Diese Probleme hatten mich über Jahre beschäftigt, wurden von mir weggeraucht und dadurch hingenommen. Heute sind diese aus der Welt geschafft, haben die Beziehung sogar noch stärker werden lassen.
Kurz: Nach etwa einem halben Jahr als Nichtraucher fing ich an, mein Leben komplett umzukrempeln. Ich nahm Projekte in Angriff, die seit Jahrzehnten in Vergessenheit geraten waren, ich fing an, mein Leben plötzlich auf eine Art und Weise zu genießen, die mir schon fast unheimlich wurde.

Dazu kam, dass ich durch das Forum plötzlich Menschen kennenlernte, die mir heute, da ich sie persönlich kenne, mehr bedeuten als einige meiner damals „besten“ Freunde.
Nichtrauchen hat mein Leben verändert.
Hätte ich damals gewusst, dass der Entzug so relativ leicht ist, hätte ich dieses Projekt wirklich eher angegangen.
Rückblickend kann ich sagen, dass sämtliche Ängste vor dem Startdatum völlig unbegründet sind. Ich hatte während des Entzuges keinen Schaum vor dem Mund, ich hatte keine Schmerzen und keine lebensbedrohlichen Anfälle.

Der Entzug von Nikotin bringt nur Erscheinungen mit sich, mit denen man/frau umgehen und leben kann. Mit Überzeugung, Sturheit und einem festen Willen kann man/frau diesen Entzug überstehen. Die erste Woche ist harte Arbeit, dann wird es schon besser…
Heute denke ich zwar noch ans Rauchen, aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau, was es ist. Ich kann mich noch an das Gefühl des Inhalierens erinnern, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass es mir gefallen könnte.

Wenn ich heute einen Raucher sehe, dann tut er mir unendlich leid und ich würde ihn gerne aufklären, dass er eine Marionette der Tabakindustrie ist, dass er hochgradig süchtig ist nach einem Gift, das ihn früher oder später umbringen wird. Aber ich lasse es sein, Missionarsabeit hätte auch bei mir damals nichts bewirkt.
Ich weise nur diskret auf Nichtraucher.de hin und ich stelle fest, dass das Interesse daran sehr groß ist. Tja, es ist nun mal so, dass wirklich fast jeder Raucher übers Aufhören nachdenkt, in den heutigen Zeiten mehr denn je.
An alle, die den Absprung schon hinter sich haben: Seid froh, dass es euch gelungen ist und haltet weiter durch.

An alle, die sich mit dem Gedanken des Aufhörens tragen: Seid froh, dass ihr schon darüber nachdenkt, das ist der erste Schritt. Den zweiten und dritten Schritt zu schaffen, ist nicht unmöglich, also packt es an. Ihr werdet sehen: Es lohnt sich wirklich und auch ihr werdet eines Tages sagen: So schwer war es ja doch nicht…

Danke an meinen Körper, der damals diesen Schrei nach Freiheit von sich gegeben hat. Danke, denn als ich diesem Schrei gefolgt bin, habe ich mein Leben ins Positive verändert.

In diesem Sinne: Lasst uns alle gemeinsam keine rauchen!!! (Gruss an max-rudolf! )
BeitragVerfasst am: 21 Jul 2009 21:54 Antworten mit Zitat
biko
Gast




So, das waren die wichtigsten die mir so spontan eingefallen sind.

Nichtraucher.de mag Geschichte sein aber diese so guten und hilfreichen Zeilen einfach dort zu überlassen, fände ich sehr schade.

Vielleicht helfen, motivieren, bauen sie auf. Der ein odere andere braucht es vielleicht dann und wann.

Ein gutes Gefühl ist es allemal diese Buchstaben hier zu wissen Wink

In diesem Sinne color

Liebe Grüsse
Marion wave
BeitragVerfasst am: 20 Feb 2011 21:38 Antworten mit Zitat
Yuri
Oberschreiberling
Anmeldungsdatum: 02.11.2008
Beiträge: 1021
Wohnort: Paradies




Wen motiviert man den hier?
War ja lang nix mehr los hier^^

_________________
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Versuche oder Taten u.a. Motivationsbeiträge
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